Abrufkredit – die Alternative zum Dispo

Ein Abrufkredit, oft auch als Rahmenkredit bezeichnet, ist eine günstige Alternative zum Dispo-Rahmen auf dem normalen Girokonto. Auf einem Extra-Konto wird dem Kreditnehmer ein gewisser Kreditrahmen eingeräumt, den er ganz oder teilweise ausschöpfen kann. Im Unterschied zum Dispokredit gibt es beim Abrufkredit keine feste Rückzahlungsrate. Zwar gibt es auch bei dieser Kreditform eine monatliche Mindestrate (meistens 2 bis 3 Prozent des geliehenen Betrages) aber im Allgemeinen entscheidet der Kreditnehmer selbst darüber, wann und wie er viel er vom ausgeschöpften Betrag zurückzahlen will.

Die Vorteile des Abrufkredites gegenüber dem Dispokredit und dem Ratenkredit

Gegenüber dem Dispokredit, den die meisten Inhaber von Girokonten eingeräumt bekommen, hat der Abrufkredit einen entscheidenden Vorteil: Er ist um vieles zinsgünstiger. Während die Dispo-Zinsen oft zwischen 12 und 14 Prozent betragen, gibt es Abrufkredite oft schon ab 5 bis 6 Prozent Zinsen. Es ist beim Dispokredit auch nicht ohne weiteres möglich, zinsgünstigere Anbieter zu wählen, weil er ja an das Girokonto gekoppelt ist und man dieses dann ebenfalls wechseln müsste.

Gerade Menschen, die immer wieder und auch für längere Zeit im Dispo landen, kommen mit einem Abrufkredit besser weg. Gegenüber dem Ratenkredit liegen die Vorteile des Abrufkredits in seiner Flexibilität. Der Kreditnehmer muss sich weder hinsichtlich der Kredithöhe noch der Ratenhöhe für die Rückzahlung genau festlegen. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn bei der Kreditaufnahme noch nicht feststeht, wie viel Geld der Kreditnehmer tatsächlich benötigen wird.

Wer zum Beispiel seine Wohnung renovieren oder neu einrichten will, weiß meistens im Vorfeld nicht genau, was das Vorhaben letztlich kosten wird. Das gleiche trifft oft auch auf größere Reparaturen und Sanierungen im Haus oder am Kraftfahrzeug zu. Ein weiterer Vorteil des Abrufkredites liegt darin, dass man den noch freien Teil des Kreditrahmens immer wieder in Anspruch nehmen kann, während der Ratenkredit neu beantragt werden müsste. Trotzdem haben Abrufkredite auch einen Nachteil: Die Zinsen sind variabel und können unter bestimmten Voraussetzungen auch mal erheblich steigen. Deshalb ist es bei sehr hohen Kreditsummen und langer Rückzahlungsphase besser, den Ratenkredit mit seinen festen Zinssätzen zu wählen.

Voraussetzungen für die Gewährung eines Abrufkredites

Wie beim Ratenkredit auch wird vor der Gewährung eines Abrufkredites durch die Bank natürlich die Bonität des Kreditnehmers geprüft. Das geschieht in erster Linie durch eine Schufa-Abfrage. Nur wenn die positiv ausfällt und der potentielle Kreditnehmer außerdem über ein regelmäßiges festes Einkommen (Lohn, Gehalt, Rente) verfügt, wird er einen Abrufkredit erhalten. Es gibt allerdings auch Banken, die auch Selbstständigen Abrufkredite einräumen.

Welche Banken bieten Abrufkredite an?

Das tun längst nicht alle Banken am hiesigen Markt, allerdings die meisten bekannten Direktbanken und verschiedene ausländische Banken. Im Internet lassen sich die Anbieter leicht finden und es gibt auch Vergleichsportale, bei denen man die günstigsten Anbieter dieser Kreditform finden kann. Ein Vergleich lohnt sich besonders deshalb, weil die geforderten Zinsen sehr unterschiedlich sind.

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